Englisch als zweite Amtssprache

Englisch als zweite Amtssprache in Deutschland ist die Grundlage für eine gemeinsame Zukunft - Kultur, Zusammenhalt und Wirtschaft basieren darauf.

Diese Initiative befindet sich in Diskussion.

Initiator/innen
Sara
Beatrice Behrens
MGomes
Veröffentlicht am
10. November 2017
Bereich
Demokratisches und solidarisches Europa
Einordnung
Einzelinitiative
Ebene
Bund
Noch 2 Tage, 20 Stunden

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Europa steht für Gemeinschaft. Für eine Gemeinschaft, die geprägt ist von Vielfalt, von vielen einzelnen Kulturen, die sich gleichzeitig eine Kultur schaffen. Auch ist es eine Gemeinschaft, die wirtschaftlich zusammenwächst und auf Austausch basiert. Führen wir diesen Gedanken weiter, so ist es zweifellos, dass eine gemeinsame Kultur und Wirtschaft auch auf der Grundlage einer Sprache funktionieren. Um diese Gemeinschaft weiter auszubauen, ist es unabdingbar, dass Deutschland Englisch als zweite Amtssprache einführt.

Problembeschreibung

Bis 2025 werden mehr als sechs Millionen Fachkräfte fehlen – das sind 15 Prozent aller Arbeitnehmer/innen in Deutschland, in etwas mehr als zehn Jahren. Ohne Zuwanderung ist unser Wohlstandsniveau nicht zu halten. Wie sollen deutsche Unternehmen ohne IT-Expert/innen, Marketingprofis und Ingenieur/innen aus anderen Ländern noch Wachstum schaffen? Bereits heute klagen Branchen wie Metall- und Elektroindustrie, die IT-Branche, aber auch Krankenhäuser und Altenpflege über den Mangel an qualifizierten Fachkräften. Statt Ressentiments zu schüren, brauchen wir also das genaue Gegenteil: eine Initiative für mehr Willkommenskultur.

Wenn wir ausländische Investoren, Geschäftspartner und Fachkräfte gewinnen möchten, müssen wir unnötige Hindernisse abbauen. Das Beharren auf Deutsch als einzige Amtssprache ist aus wirtschaftlicher Sicht eines der größten Hindernisse. Eine gemeinsame Sprache fördert auch den Gedanken einer gemeinsamen Identität , und den europäischen Austausch insgesamt. Als Europäer können wir die Zukunft gestalten. Für eine gemeinsame europäische Identität brauchen wir eine gemeinsame Sprache: Englisch.

Englisch als zweite Amtssprache ist somit auch ein Zivilisationsprojekt. Nur als Teil Europas kann Deutschland Teil der Gemeinschaft sein. Wir müssen uns weiterentwickeln: Von Kleinen zum Großen, vom Menschen, der in Deutschland lebt zum Menschen, der in Europa lebt.

Forderung

Deshalb fordern wir, dass Englisch in Deutschland Verwaltungssprache wird, mittelfristig Amtssprache.

Englisch ist heute lingua franca, das heißt, die globale Verkehrssprache. Sie wird in Europa, Asien und Lateinamerika flächendeckend unterrichtet. Schon deshalb ist sie die praktikabelste Lösung. Die Bevölkerung ist aufgeschlossen: Sechzig Prozent der Deutschen fänden es gut, wenn Englisch zweite Amtssprache in ganz Europa würde!

Natürlich funktioniert so etwas nicht über Nacht. Niemand erwartet, dass auf dem Tiefbauamt in kürzester Zeit alle in perfektem Oxford-Englisch Anträge annehmen. Es soll ein fließender Übergang entstehen, niemand darf aufgrund von Mangel an Sprachkenntnissen seinen Job verlieren! In großen Städten und Metropolregionen, sowie bei verschiedenen öffentlichen Verwaltungen ist es bereits Standard, das die Website auch auf Englisch vorhanden ist. Ebenfalls gibt es bei allen Einrichtungen in der Regel bereits englisch sprechende Mitarbeitende.

Deswegen fordern wir zu Beginn, dass Ausländer- und Bürgeramts-Mitarbeiter/innen mit Englischkenntnissen dazu befähigt und ermutigt werden, auch auf Englisch zu beraten. Formulare auf Englisch anzubieten und entsprechend die Mitarbeiter/innen aus - und fortzubilden das ist zum einem problemlos und steigert gleichzeitig die Kompetenzen der Mitarbeitenden.

Kosten

Schwer einzuschätzen, da wir keine Statistik über Englischkenntnisse in Ämtern gefunden haben. Kosten werden zum Einen durch die Fortbildung der Mitarbeiter/innen entstehen wie durch das Übersetzen und Drucken der Formulare in englischer Sprache. Langfristig sind Gewinne in den Sozialsystemen und durch Steuereinnahmen durch Zuwanderung qualifizierter Kräfte zu erwarten.

Finanzierungsvorschlag

Steuer

Arbeitsweise

Quellen: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article135390461/Englisch-muss-unsere-Verwaltungssprache-werden.html http://www.sueddeutsche.de/politik/sprachen-in-der-eu-lets-face-it-europa-muss-englisch-sprechen-1.1953992 http://www.theeuropean.de/chris-pyak/9251-englisch-als-zweite-amtsprache-in-deutschland https://de.statista.com/statistik/daten/studie/150407/umfrage/die-zehn-meistgesprochenen-sprachen-weltweit/ http://www.stuttgart.de/en/ http://www.hamburg.com/ https://www.berlin.de/en/ https://www.muenchen.de/rathaus/home_en/Department-of-Public-Order/Foreigners-Office.html http://en.zuwanderer.aok.de/home/ https://www.barmer.de/en https://www.tk.de/tk/english/610312

Argument der Initiator/innen

Heute können Europäer in alle Länder der EU wohnen und arbeiten wie zu Hause. Die Grenzen sind weggeschafft werden. Allerdings ist Sprache ist eine Grenze. Viele Leute können hier nicht arbeiten und leben weil sie die Deutsche Sprache nicht können oder sie kommen und wir können uns nicht unterhalten, wie leben weiterhin in parallele Welten. Unterschiedliche Sprachen vermeiden Austauch und Freundschaften. Mit einer gemeinsamen Sprachen schaffen wir diese Grenze weg! Sodass Europa besser zusammenwachsen kann, ist eine gemeinsame Sprache notwendig. Alle profitieren davon, da Englisch die globale Verkehrssprache ist. Gleichzeitig muss niemand sine Muttersprache aufgeben.

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KONTRA
Statt eine schwer verständliche Behördensprache ins englische zu übersetzen, sollte man diese erstmal vereinfachen.
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PRO
Öffnen wir uns! Wer Europäer und Weltbürger sein möchte, muss zuhause anfangen.
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PRO
Ich unterstütze die Initiative und möchte einen weiteren Aspekt hinzufügen. Wie die Initiatorinnen feststellen ist Englisch heute die ...
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KONTRA
Das Argument, dass viele hier nicht arbeiten können, weil Amtssprache deutsch ist, teile ich nicht.
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PRO
Englisch als Amtssprache hätte Signalwirkung nach außen und nach innen.
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KONTRA
Die Überschrift selbst ist in sich schon fehlerhaft, denn Deutschland hat bereits drei Amtssprachen: deutsch, dänisch und sorbisch.
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KONTRA
Gleiches Recht für alle, und gleiche Pflicht.
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KONTRA
Sprachanforderung in Kannada Englisch oder Französisch. Sprachanforderung in Deutschland Deutsch.
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PRO
Ich würde ergänzen, dass Englisch auch offizielle Sprache im Bildungssystem sein soll (Kindergarten bis Uni). Das erleichtert den Wandel.
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KONTRA
Symbolpolitik statt echte Hilfe
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KONTRA
Überarbeitungswürdig
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KONTRA
Englisch zur Schaffung einer europäischen Kultur mit Erhaltung der kulturellen Vielfalt nicht gut geeignet
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KONTRA
Man könnte auch das ganze Geld nehmen und damit eine Übersetzungssoftware entwickeln, die auf Ämtern genutzt wird. Bezug zu Technik fehlt.
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KONTRA
Massive Unterschätzung des Projekts, unseriöse Kosten- und Finanzierungsprognose
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KONTRA
Die Argumentation ist nicht logisch oder tatsachenorientiert.
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KONTRA
Dann bitte lieber eine weitere Sprache die zum Beispiel den Mio. von Türkischen Menschen in unserer Gesellschaft hilft teil zu haben
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KONTRA
Finde ich unnötig. Und wenn es eine zweite Amtssprache geben sollte, warum Englisch? Chinesisch und Spanisch sind verbreitesten Sprachen.
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KONTRA
generell gibt es bei Weitem dringlichere Probleme als dieses...
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KONTRA
Wir brauchen viele Sprachen zur Völkerverständigung, aber nicht auf den Ämtern.
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KONTRA
Fachkräftemangel gibt es auch in der Verwaltung. Englischkenntnisse als Voraussetzung würden das verstärken. Spätere Fortbildung schwierig.
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PRO
Der gemeinsame Sprachraum mit all seinen Vorteilen könnte mit Englisch sicher am einfachsten und effektivsten erweitert werden.
Vorschlag zur Umsetzung und zur Finanzierung
Das Ganze als langfristiges Projekt anlegen
Kosten abschätzen und transparent machen
Sprachen der Europäischen Union als Amtssprache einführen
Sprachen die unsere Bevölkerung abbilden