Professionelle aktive Sterbehilfe jetzt - Unser Ende gehört uns!

Du möchtest - aus welchen Gründen auch immer - Deinem Leben ein Ende setzen? Wir fordern das Recht und die Mittel hierzu vom Deutschen Staat, so wie es im Grundgesetz verankert ist!

Diese Initiative wurde angenommen.

Initiator*innen
Tobias René Keisers
Alexandra Pelle Klöckner
shannonmesing
Veröffentlicht am
29. Juni 2017
Bereich
Gerechtigkeit und Verantwortung füreinander
Einordnung
Einzelinitiative
Ebene
Bund
Ergebnis der Abstimmung

Diese Initiative wurde angenommen.

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Text der Initiative

Diese Initiative macht Dir den Weg frei - ohne Dritte zu gefährden: einfach ohne Schmerzen einschlummern! So, wie es z.B. in der Schweiz und den Niederlanden schon lange möglich ist! Egal, ob Du eine schwere Krankheit hast oder nur die Angst davor verlieren möchtest, nicht beeinflussen zu können, wie Deine letzten Jahre aussehen werden.

Problembeschreibung

Der Deutsche Bundestag hat entgegen dem Willen des Deutschen Volkes ein Verbot von Sterbehilfe verabschiedet. Passiv wie aktiv. Das lassen wir uns nicht gefallen! Wir brauchen die Basisdemokratie für die DiB steht, um diese Entscheidung rückgängig zu machen und ins Gegenteil zu verkehren! Mehr als 80% der Menschen in Deutschland sind für eine aktive Sterbehilfe, wie Umfragen immer wieder zeigen!

Forderung

Professionelle aktive Sterbehilfe für alle - statt unnötige Suizidversuche, die das Leben anderer gleich mit ruinieren!

Kosten

Die Kosten für das Medikament, das hierfür nötig ist, trägt im optimalen Fall die Krankenkasse. Es sind Peanuts verglichen mit den Millionen € an Ausgaben, die sonst unbefragt den Patienten aufgedrängt werden, weil der Staat will, dass sie bis zum letzten Atemzug und angeschlossen an Maschinen weiter leben.

Finanzierungsvorschlag

siehe Kosten

Arbeitsweise

Es gibt genug Quellen zu dem Thema und sogar schon gerichtliche Entscheidungen, die belegen, dass das Verbot von Sterbehilfe in Deutschland verfassungswidrig ist. Mehrere Eingaben zur gezieltenFreigabe der Sterbehilfe sind außerdem beim Bundesverfassungsgericht anhängig.

Aus aktuellem Anlass empfehle ich Euch den Artikel der Frankfurter Rundschau:

http://www.fr.de/politik/sterbehilfe-es-gibt-ein-grundrecht-auf-suizid-a-1299418GEPC=s2

Argument der Initiator*innen

Warum?

Weil nicht nur unsere Haustiere das moralische Recht haben notfalls eingeschläfert zu werden.

Weil es inhuman ist, Menschen, die wirklich nicht mehr wollen / können, leidvoll und langsam sterben zu lassen.

Weil die gegenwärtige Gesetzeslage / Praxis der Menschlichkeit widerspricht.

Weil es uns allen ein menschenunwürdiges Ausgeliefert-Sein, das Gefängnis des eigenen handlungsunfähigen Körpers, die Hölle auf Erden ersparen kann.

Weil es das Leid der Betroffen und Angehörigen vermindert.

Weil gegebenenfalls nur Freitodbegleitung es uns ermöglicht Abschied zu nehmen.

Weil es viel weniger Geld kostet, Geld das in den Gesundheitssystemen effektiver / menschlich nutzbringender eingesetzt werden kann.

Weil es die Möglichkeiten zur Organspende verbessert und damit Leben rettet.

Weil aktive Sterbehilfe (zumindest in Österreich und Deutschland) noch ein Tabuthema ist.

Weil ich nicht wegen des geäußerten Wunsches nach professioneller Sterbehilfe / assistiertem Suizid in die Psychiatrie eingeliefert werden will.

Weil die religiösen Bedenken von Wenigen nicht bewirken dürfen, dass der Staat das Selbstbestimmungsrecht seiner Bürger einschränkt, und Etlichen einen Qualtod aufzwingt.

Weil auch ein, hoffentlich möglichst rasch entwickeltes, flächendeckendes Hospizsystem für alle, alleine nicht genug ist.

Weil Palliativmedizin, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht alleine nicht genug sind.

Weil Missbrauch durch entsprechende Regularien wirksam begegnet werden kann.

Weil die massiven Vorteile die etwaigen Nachteile bei weitem überwiegen.

Weil es die persönliche Freiheit / die Bürgerrechte gebieten.

Weil es unser Selbstbestimmungsrecht / freier Wille erfordert.

Weil es falsche Gewissenskonflikte, Grauzonen, die Kriminalisierung von menschenfreundlichen Ärzten ursächlich vermeidet.

Weil es Sterbetourismus unnötig macht.

Weil es Suizide, insbesondere missglückte Suizide mit ihren schrecklichen Folgen, verhindert.

Weil es unheilbar Sterbewillige nicht zu grausamen Brachial-Selbsttötungen, bei denen auch andere Menschen zu Schaden kommen können ("Mit dem Auto in den Gegenverkehr rasen", "Vom Hochhaus auf die Straße springen" ...) bzw. bei denen im schlimmsten Falle ("Flugzeug abstürzen lassen") auch Hunderte unschuldiger Menschen mit in den Tod gerissen werden können, zwingt.

Weil der Rechtsanspruch auf Freitodbegleitung mit obligater Beratung Suizide / Suizidversuche von Menschen, die dazu gedrängt wurden / sich dazu gedrängt / veranlasst fühlten, verhindert.

Weil es ein Recht zu leben, aber keine Pflicht zu leiden gibt.

Weil unser Ende uns gehört!

Weil die Möglichkeit, selbst bestimmt und sanft aus dem Leben scheiden zu können, Lebensmut bringt.

Weil das Lüften des Tabus die Möglichkeit eröffnet eine gesellschaftliche Debatte zu führen, die suizidalen Menschen die Chance gibt sich zu bekennen.

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PRO
Generell sollte das Thema Suizid nicht länger unter den Teppich gekehrt werden. Stigmatisierung hilft den Betroffenen auch nicht weiter.
Es wurden keine Vorschläge eingebracht.